{"id":1769,"date":"2022-03-16T18:20:13","date_gmt":"2022-03-16T18:20:13","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.sauter-fm.com\/?post_type=karriereblog&#038;p=1769"},"modified":"2024-05-06T07:40:05","modified_gmt":"2024-05-06T07:40:05","slug":"fortschritte-memap-projekt","status":"publish","type":"karriereblog_new","link":"https:\/\/www.sauter-fm.com\/fr\/unternehmen\/unternehmens-blog\/fortschritte-memap-projekt\/","title":{"rendered":"MEMAP-Projekt schreitet voran: Neu entwickelte Softwareumgebung zur Regelung der Energieversorgung von Quartieren tritt in Testphase ein"},"content":{"rendered":"<p><em>Das im Jahr 2017 begonnene Forschungsvorhaben MEMAP verfolgt das Ziel, eine Softwareplattform zu entwickeln, die es erm\u00f6glicht, Geb\u00e4ude im energetischen Verbund zu betreiben, d.h. in nachhaltigen Quartieren. Ein Energieverbund von Geb\u00e4uden birgt erhebliche Einsparungen in der Energieversorgung, da er eine bessere Ausnutzung von regenerativen Energien wie auch von dezentralen Energieerzeugern und Energiespeichern erm\u00f6glicht. Schlussendlich l\u00e4sst sich so eine wirtschaftlichere Energieversorgung bei geringerem CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df erzielen. Um die technischen Voraussetzungen daf\u00fcr zu schaffen, haben sich insgesamt sieben Unternehmen und Forschungseinrichtungen an der Entwicklung einer offenen Softwareplattform beteiligt, die die Planung und den Betrieb von Quartiersl\u00f6sungen erm\u00f6glichen wird. Die Multi-Energie Management und Aggregations-Plattform (MEMAP) wird es erlauben, Geb\u00e4ude mit unterschiedlichen Anforderungen an Energie zusammenzuschlie\u00dfen, um dadurch die Energieeffizienz im Verbund zu steigern. Als Testgebiet dient das Gewerbegebiet Riemerling bei M\u00fcnchen. Der Energieverbrauch der dort befindlichen f\u00fcnf Geb\u00e4ude wird mittels LoRa-Funktechnik min\u00fctlich erfasst. Mit den gewonnenen Lastprofilen werden Berechnungen zu einem m\u00f6glichen Energieverbund erstellt. Die Lastprofile werden dar\u00fcber hinaus auch im Reallabor CoSES der TU M\u00fcnchen eingesetzt, um den geplanten Energieverbund realit\u00e4tsnah nachzubilden und zu bewerten. Das Reallabor erm\u00f6glicht damit ideale Voraussetzungen f\u00fcr den Praxistest der Softwareplattform und eine Verifizierung der Energieeinsparung.<\/em><\/p>\n<h2>Validierung der MEMAP-Plattform im Reallabor CoSES der TU M\u00fcnchen<\/h2>\n<p>Seit Ende 2020 wird die MEMAP-Plattform im Forschungslabor CoSES (Combined Smart Energy Systems) der TU M\u00fcnchen einem Test mit realen Anlagen unterzogen. Ziel der Testl\u00e4ufe ist dabei eine generelle und praxistaugliche Validierung des entwickelten Kommunikations- und Schnittstellenkonzeptes im Zusammenspiel mit realer Anlagentechnik wie Heizkessel und BHKW sowie die generelle Pr\u00fcfung der Plattformfunktionalit\u00e4t und der Softwarearchitektur. Die MEMAP-Plattform ist auf dem Host-Computer im Labor installiert und die Nachbildung der einzelnen EMS (sh. Infokasten 1) erfolgt \u00fcber selbst entworfene Modelle auf Basis verschiedener Software-Umgebungen (National Instruments: LabVieW und VeriStand). \u00dcber das interne Netzwerk (Ethernet) verbindet sich die Plattform mit den EMS-Systemen der einzelnen Geb\u00e4ude, um \u2013 \u00fcber das in der Automatisierungstechnik etablierte OPC-UA Protokoll \u2013 die f\u00fcr die Optimierung ben\u00f6tigten Anlagendaten und die zu erwartenden Lastanforderungen der einzelnen Geb\u00e4ude (W\u00e4rme und Strom) auszulesen. \u00dcber die so hergestellte Kommunikationsverbindung erh\u00e4lt das lokale EMS wiederum die Leistungssollwerte von der \u00fcbergeordneten MEMAP-Plattform, die das Zusammenspiel optimiert. Die Anbindung der MEMAP-Plattform an die EMS erfolgt dank eines neuartigen Datenmodells v\u00f6llig automatisiert (Vertiefung Datenmodell sh. Infokasten 2).<\/p>\n<h2>Herausforderungen w\u00e4hrend der Entwicklung<\/h2>\n<p>Die Durchf\u00fchrung der Labortests mit realen Anlagen zeigte diverse Herausforderungen. Eine gro\u00dfe H\u00fcrde, die es zu nehmen galt, war die zeitliche Synchronisation der Datenkommunikation zwischen MEMAP und den EMS-Systemen. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit den notwendigen Vorhersagen f\u00fcr die Optimierung relevant. Die ben\u00f6tigten Vorhersagen umfassen prognostizierte Verbr\u00e4uche, prognostizierte Erzeugungskapazit\u00e4t aus Erneuerbaren Energien und prognostizierte zeitvariable Preise (sh. Abb. 1). Diese Prognosen werden im Feld dynamisch eingeholt (z.B. von Drittanbietern), f\u00fcr die Experimente im Laborumfeld werden im Moment fixe Zeitreihen (z.B. gemessen im Feldtest Riemerling) eingelesen. Gleichzeitig werden die Speicherzust\u00e4nde der realen Anlagen gemessen und an die MEMAP-Plattform \u00fcbermittelt. Die Plattform schickt Sollwerte an die Anlagen zur\u00fcck. Es muss sichergestellt werden, dass all diese Datenreihen synchron verlaufen und in der MEMAP-Plattform stets die Daten zusammenkommen, welche sich auf den gleichen Zeitpunkt beziehen. Aufgrund der unterschiedlichen involvierten Datenquellen wird hierf\u00fcr ein zentraler Trigger inkl. Zeitstempel verwendet, welcher von der MEMAP-Plattform vorgegeben und per OPC-UA an alle involvierten Ger\u00e4te gesendet wird.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1794\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 310px\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1794 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-1-MEMAP-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-1-MEMAP-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-1-MEMAP-225x150.jpg 225w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-1-MEMAP.jpg 535w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Abbildung 1: Wirkkette \/ Kommunikationsnetz aufgebaut im CoSES-Labor; Quelle: Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Aktuell wird im Labor der Energieverbund von zwei Geb\u00e4uden betrachtet (sh. Abb. 2). Hier ist neben zwei 800 l-W\u00e4rmespeichern und den beiden W\u00e4rmesenken ein Brennwertkessel mit 21 kW Leistung und ein BHKW mit 2 kW elektrischer und 5 kW thermischer Leistung vorgesehen. Zudem sind die beiden Geb\u00e4ude durch W\u00e4rmeleitungen \u00fcber zwei W\u00e4rmetauscher miteinander verbunden. Auch die elektrische Seite wird bei dieser Ausbaustufe ber\u00fccksichtigt \u2013 durch ein elektrisches Netz, welches die Nutzung des BHKW-Stroms zus\u00e4tzlich zum \u00f6ffentlichen Strom durch die emulierte Nachfrage beider Geb\u00e4ude erm\u00f6glicht. Die gesamte Anlagentechnik befindet sich als reale Hardware im Labor der TU M\u00fcnchen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1795\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 310px\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1795 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-2-MEMAP-300x173.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"173\" srcset=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-2-MEMAP-300x173.png 300w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-2-MEMAP-768x442.png 768w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-2-MEMAP-225x129.png 225w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-2-MEMAP.png 909w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Abbildung 2: Haustechnik und Vernetzung im 2-H\u00e4user-Szenario; Quelle: Technische Universit\u00e4t M\u00fcnchen<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Labortests werden jeweils \u00fcber Zeitr\u00e4ume von 8 bis 36 Stunden in Echtzeit abgefahren. Im Moment ist eine reale Laboruntersuchung von mehr als zwei Geb\u00e4uden technisch noch nicht m\u00f6glich. Um zum jetzigen Zeitpunkt dennoch Aussagen zu Einsparpotenzialen und zum Betriebsverhalten in gr\u00f6\u00dferen Verb\u00fcnden und unterschiedlichen Anlagenkonstellationen treffen zu k\u00f6nnen, werden Simulationsrechnungen durchgef\u00fchrt. F\u00fcr diese simulativen Betrachtungen wird eine Simulationsumgebung genutzt, welche auf denselben Software-Kern zugreift, wie ihn die MEMAP-Plattform im Labor verwendet. Das macht einen sinnvollen Vergleich der Ergebnisse aus Laborumgebung und Simulation m\u00f6glich. Die in der Laborumgebung durchgef\u00fchrte Validierung der Plattform kann deshalb zudem als Validierung der Simulationsumgebung gesehen werden. Damit sind ganz wesentliche Schritte getan, um das Ziel des Forschungsvorhabens zu erreichen, eine validierte Plattform f\u00fcr den optimierten Betrieb im Energieverbund bereitzustellen. Basierend auf demselben Software-Kern bietet dar\u00fcber hinaus die Simulationsumgebung ein Werkzeug zur Planung und Analyse solcher Energieverb\u00fcnde.<\/p>\n<h2>MEMAP als Planungswerkzeug \u2013 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung am Beispiel eines Gewerbegebietes<\/h2>\n<p>Im Gewerbegebiet Riemerling bei M\u00fcnchen konnten die Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer von insgesamt sechs Geb\u00e4uden f\u00fcr eine Zusammenarbeit mit der Forschungsgruppe gewonnen werden (sh. Tab. 1). Seit Installation der Messtechnik in Q4\/2019 ist es m\u00f6glich, auf den W\u00e4rmebedarf dieser Geb\u00e4ude in Echtzeit zuzugreifen und ihn f\u00fcr den simulierten Geb\u00e4udezusammenschluss zu verwenden. Da eine messtechnische Erfassung des Stromverbrauchs im Rahmen des Projekts nicht m\u00f6glich war, wurden reale Lastprofile \u00e4hnlicher Geb\u00e4ude entsprechend den Verbrauchsdaten der Nebenkostenabrechnung skaliert und f\u00fcr die Betrachtung eingesetzt.<\/p>\n<p>Trotz der Vielf\u00e4ltigkeit in der Geb\u00e4udenutzung zeigen die Geb\u00e4ude ein \u00e4hnliches Bild in der Art der W\u00e4rmeerzeugung. Alle Geb\u00e4ude werden zentral \u00fcber ein bis zwei Kessel mit W\u00e4rme versorgt. Das Hotel besitzt als Alleinstellungsmerkmal zus\u00e4tzlich eine Solarthermieanlage. Bedingt durch die Qualit\u00e4t der Geb\u00e4udeh\u00fcllen wird eine vergleichsweise hohe Vorlauftemperatur zur Beheizung ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p><strong>Tabelle 1<\/strong>:<\/p>\n<table  class=\" table table-hover\" width=\"608\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"140\"><strong>Geb\u00e4ude \/ Nutzung<\/strong><\/td>\n<td width=\"170\"><strong>W\u00e4rmeerzeugung<\/strong><\/td>\n<td width=\"123\"><strong>Max . therm. Leistung<\/strong><\/td>\n<td width=\"105\"><strong>Wirkungsgrad<\/strong><\/td>\n<td width=\"71\"><strong>Baujahr<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\">Schule<\/td>\n<td width=\"170\">Gas-Niedertemp. Kessel<\/td>\n<td width=\"123\">105 kW<\/td>\n<td width=\"105\">70%<\/td>\n<td width=\"71\">1997<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\"><\/td>\n<td width=\"170\">Gas-Niedertemp. Kessel<\/td>\n<td width=\"123\">225 kW<\/td>\n<td width=\"105\">70%<\/td>\n<td width=\"71\">1991<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\">Hotel<\/td>\n<td width=\"170\">\u00d6l-Brennwertkessel<\/td>\n<td width=\"123\">50 kW<\/td>\n<td width=\"105\">80%<\/td>\n<td width=\"71\">2008<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\">B\u00fcrogeb. 19<\/td>\n<td width=\"170\">\u00d6lkessel<\/td>\n<td width=\"123\">537,8 kW<\/td>\n<td width=\"105\">60%<\/td>\n<td width=\"71\">1972<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\">Produktion 23\/25a<\/td>\n<td width=\"170\">\u00d6lkessel<\/td>\n<td width=\"123\">90 kW<\/td>\n<td width=\"105\">80%<\/td>\n<td width=\"71\">2005<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\"><\/td>\n<td width=\"170\">\u00d6lkessel<\/td>\n<td width=\"123\">250 kW<\/td>\n<td width=\"105\">80%<\/td>\n<td width=\"71\">2005<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\">Produktion 27<\/td>\n<td width=\"170\">Gaskessel<\/td>\n<td width=\"123\">165 kW<\/td>\n<td width=\"105\">70%<\/td>\n<td width=\"71\">1998<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\">B\u00fcrogeb. K<\/td>\n<td width=\"170\">Gas-Brennwertkessel<\/td>\n<td width=\"123\">130 kW<\/td>\n<td width=\"105\">80%<\/td>\n<td width=\"71\">2005<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"140\"><\/td>\n<td width=\"170\">Gas-Brennwertkessel<\/td>\n<td width=\"123\">130 kW<\/td>\n<td width=\"105\">80%<\/td>\n<td width=\"71\">2005<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Technische Daten der Geb\u00e4ude in Riemerling; Quelle: fortiss GmbH<\/p>\n<p>F\u00fcr die wirtschaftliche Bewertung war es n\u00f6tig, den Ist-Zustand genau zu untersuchen, um die Kosten f\u00fcr die Umr\u00fcstung des Gewerbegebietes zu einem Energieverbund ermitteln zu k\u00f6nnen. Die Platzsituation in den Geb\u00e4uden wurde mittels 3D-Laserscan aufgenommen und die erforderliche Zusatzinstallation an Messtechnik und Anlagenumr\u00fcstung ermittelt. Erg\u00e4nzend dazu wurden die Geb\u00e4ude untereinander vermessen und die Planung des Nahw\u00e4rmenetzes durchgef\u00fchrt. Die Erfassung der Geometrie \u00fcber den 3D-Laserscan der Technikzentralen sowie die anschlie\u00dfende Drohnenvermessung der Geb\u00e4ude wurde zudem f\u00fcr die Erstellung des BIM-Modells genutzt (sh. Abb. 3).<\/p>\n<figure id=\"attachment_1796\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 310px\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1796 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-3-MEMAP-300x163.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-3-MEMAP-300x163.png 300w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-3-MEMAP-225x122.png 225w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-3-MEMAP.png 429w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Abbildung 3: 3D-Scanaufnahme einer Heizzentrale mit Faro-Scanner; Quelle: IBDM GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p>In der ersten Variante der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurde zun\u00e4chst nur der W\u00e4rmeverbund analysiert. Hierf\u00fcr wurden die Investitionskosten f\u00fcr das erforderliche Nahw\u00e4rmenetz sowie die Kosten f\u00fcr die Anbindung der einzelnen Geb\u00e4ude an die MEMAP-Plattform kalkuliert und in die Berechnung einbezogen. Basierend auf den aufgezeichneten Lastprofilen wurde ein vollst\u00e4ndiges Betriebsjahr im MEMAP-Planungswerkzeug berechnet \u2013 mit dem Ergebnis, dass der Zusammenschluss der Geb\u00e4ude zu einer Einsparung von 18.643 \u20ac\/a (7,9 %) und einer CO<sub>2<\/sub>-Reduktion von 56,2 t\/a (7,6 %) f\u00fchrt. Dieses Ergebnis wird ohne weitere Modifikationen allein durch den Energieverbund erzielt (sh. Abb. 4). Dem gegen\u00fcber stehen hohe Investitionskosten f\u00fcr den Bau des Nahw\u00e4rmenetzes. Eine akzeptable Wirtschaftlichkeit wird mit dieser alleinigen Ma\u00dfnahme nicht erreicht (sh. Tab. 2).<\/p>\n<figure id=\"attachment_1797\" class=\"thumbnail wp-caption alignnone\" style=\"width: 310px\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1797 size-medium\" src=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-4-MEMAP-300x122.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"122\" srcset=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-4-MEMAP-300x122.jpg 300w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-4-MEMAP-225x91.jpg 225w, https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/Abbildung-4-MEMAP.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption class=\"caption wp-caption-text\">Abbildung 4: 3D-Ansicht einer der Heizzentralen; Quelle: IBDM GmbH<\/figcaption><\/figure>\n<p>Variantenvergleich und Wirtschaftlichkeitsberechnung der eingesparten Verbrauchskosten im Vergleich zu den Ausbaukosten mit Hilfe des MEMAP-Planungstools; Quelle: fortiss GmbH<\/p>\n<p>In zwei weiteren Betrachtungen wurde die Wirtschaftlichkeit der Anfangsinvestition verbessert, indem in der zweiten Variante ein BHKW an zentraler Stelle aufgestellt und das System in der dritten Variante mit einer PV-Anlage auf dem Dach einer Produktionshalle (180 kWp) erweitert wurde. Somit konnte die Amortisationszeit von 32 Jahren auf 18 Jahre in der zweiten Variante und auf 15 Jahre in der dritten reduziert werden (sh. Tab. 2)<\/p>\n<p><strong>Tabelle 2<\/strong>:<\/p>\n<table  class=\" table table-hover\" width=\"679\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"4\" width=\"236\"><strong>Ist-Zustand<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\"><strong>W\u00e4rmeverbund (WV)<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\"><strong>WV+BHKW<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\"><strong>WV+BHKW+ PV<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>Geb\u00e4ude<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\"><strong>W\u00e4rme-bedarf<\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>Strom-<\/strong><\/p>\n<p><strong>bedarf<\/strong><\/td>\n<td width=\"64\"><strong>CO<sub>2<\/sub>&#8211;<\/strong><br \/>\n<strong>Emission<\/strong><\/td>\n<td width=\"53\"><strong>Kosten<\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>CO<sub>2<\/sub><\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>Kosten<\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>CO<sub>2<\/sub><\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>Kosten<\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>CO<sub>2<\/sub><\/strong><\/td>\n<td width=\"57\"><strong>Kosten<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\">MWh\/a<\/td>\n<td width=\"57\">MWh\/a<\/td>\n<td width=\"64\">t\/a<\/td>\n<td width=\"53\">T\u20ac\/a<\/td>\n<td width=\"57\">t\/a<\/td>\n<td width=\"57\">T\u20ac\/a<\/td>\n<td width=\"57\">t\/a<\/td>\n<td width=\"57\">T\u20ac\/a<\/td>\n<td width=\"57\">t\/a<\/td>\n<td width=\"57\">T\u20ac\/a<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"64\"><\/td>\n<td width=\"53\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>Gesamt<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\">1.191,3<\/td>\n<td width=\"57\">611,9<\/td>\n<td width=\"64\">736,1<\/td>\n<td width=\"53\">236,5<\/td>\n<td width=\"57\">679,1<\/td>\n<td width=\"57\">217,9<\/td>\n<td width=\"57\">519,7<\/td>\n<td width=\"57\">164,2<\/td>\n<td width=\"57\">426,0<\/td>\n<td width=\"57\">130,9<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>Einsparungen<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"57\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"64\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"53\">&#8211;<\/td>\n<td width=\"57\">-7,6%<\/td>\n<td width=\"57\">-7,9%<\/td>\n<td width=\"57\">-30,2%<\/td>\n<td width=\"57\">-30,6%<\/td>\n<td width=\"57\">-42,8%<\/td>\n<td width=\"57\">-44,7%<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"64\"><\/td>\n<td width=\"53\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>Investitions-kosten [T\u20ac]<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"64\"><\/td>\n<td width=\"53\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\">756,2<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\">921,8<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\">1.232,3<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"102\"><strong>Amortisation (intern. Kalkulations-zins 2% [a]<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/td>\n<td width=\"61\"><\/td>\n<td width=\"57\"><\/td>\n<td width=\"64\"><\/td>\n<td width=\"53\"><\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\">32 Jahre<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\">18 Jahre<\/td>\n<td colspan=\"2\" width=\"114\">15 Jahre<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Auf Basis der bisherigen Ergebnisse l\u00e4sst sich feststellen, dass eine Vernetzung von Geb\u00e4uden bereits in kleinen Quartieren positive Effekte entfaltet. Sowohl CO<sub>2<\/sub>-Emissionen als auch Energiekosten lassen sich im Verbund deutlich reduzieren. Variante 3 zeigt mit einer CO<sub>2<\/sub>-Reduktion von 42 % und einer Amortisationszeit von ca. 15 Jahren Ergebnisse, die trotz hoher Investitionskosten interessant sind und das eigentliche Potential einer Quartiersl\u00f6sung aufzeigen. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die Eigenstromerzeugung.<\/p>\n<h2>Exkurs: Rechtliche Rahmenbedingungen ber\u00fccksichtigen \u2013 Chance Kundenanlage gem\u00e4\u00df EnWG<\/h2>\n<p>Um das Gesch\u00e4ftsmodell, das sich hinter MEMAP verbirgt, beurteilen zu k\u00f6nnen, ist es notwendig, den geltenden regulatorischen Rahmen genauer zu betrachten. Insbesondere die Trennung zwischen der Energielieferung an Dritte innerhalb einer Kundenanlage und der Einstufung als Energieversorger spielt dabei eine Hauptrolle. W\u00e4hrend Strom, der innerhalb einer Kundenanlage erzeugt und verbraucht wird, in der Regel von Netzentgelten und netzseitigen Abgaben und Umlagen befreit ist, sind s\u00e4mtliche andere Anlagen, die nicht unter diese Definition fallen, davon nicht befreit. F\u00fcr das Quartierskonzept spielt diese Unterscheidung eine tragende Rolle. Zwar gibt es Quartiere, in denen die darin eingesetzten Anlagen als Kundenanlagen eingestuft werden k\u00f6nnen, jedoch ist die Unterscheidung gerade bei gr\u00f6\u00dferen Quartieren nur durch eine Einzelfallpr\u00fcfung m\u00f6glich. Vom Ausgang dieser Pr\u00fcfung ist ganz wesentlich abh\u00e4ngig, ob sich der Betrieb eines Energieverbunds als wirtschaftlich erweist. Eine gesonderte Regelung f\u00fcr Energieverb\u00fcnde w\u00e4re sinnvoll \u2013 besonders da diese nicht nur das Potenzial einer Kostenersparnis bei der Energieversorgung bergen, sondern auch zur Reduktion klimasch\u00e4dlicher Emissionen beitragen k\u00f6nnen. Die Situation ist insofern besonders prek\u00e4r, da Quartiere als ein Schl\u00fcsselelement zum Gelingen der Energiewende angesehen werden.<\/p>\n<h2>Ausblick<\/h2>\n<p>Vernetzte Quartiere bilden bei der Erreichung der Klimaziele einen wesentlichen Baustein, der noch l\u00e4ngst nicht ausreichend genutzt wird. Das Planungswerkzeug in MEMAP erlaubt die Vorbetrachtung von Quartieren und kann damit zur L\u00f6sungsfindung beitragen. Die MEMAP-Plattform \u2013 oder \u00e4hnliche Software-L\u00f6sungen \u2013 unterst\u00fctzen sp\u00e4ter den laufenden Betrieb. Eine Umsetzung von nachhaltigen Quartieren, die sich dadurch auszeichnen, dass Geb\u00e4ude auf intelligente Art und Weise Energie optimal einsetzen und sich untereinander austauschen, wird im Moment noch von regulatorischen H\u00fcrden erschwert und ist daher im Markt noch kaum etabliert. Faktoren, die die Rahmenbedingungen in den n\u00e4chsten Jahren vereinfachen k\u00f6nnten, sind eine Verteuerung der CO<sub>2<\/sub>-Preise, eine mutige F\u00f6rderpolitik \u2013 aber vor allem eine \u00c4nderung des regulatorischen Rahmens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Infokasten 1<br \/>\nLokales EMS<\/strong><br \/>\nIn realen Geb\u00e4uden obliegt dem lokalen Energie-Management-System (EMS) die Steuerung und Regelung der geb\u00e4udetechnischen Anlagen, \u00e4hnlich einer Geb\u00e4udeleittechnik (GLT). Im Zusammenspiel mit MEMAP fungieren sie als Kommunikationsknotenpunkte und setzen erhaltene Setpoints mittels eigener Regelstrategien anlagentechnisch um.<\/p>\n<p><strong>Infokasten 2<br \/>\nVertieft: Datenmodell f\u00fcr die vollst\u00e4ndig automatisierte Anbindung der MEMAP-Plattform an die EMS-Systeme<\/strong><br \/>\nDamit die Anbindung der MEMAP-Plattform an die EMS Systeme vollst\u00e4ndig automatisiert ablaufen kann, wurde im Forschungsprojekt ein einzigartiges Datenmodell entwickelt. Die Besonderheit des Datenmodells besteht darin, dass neben den Verbrauchern nur vier abstrakte Obergruppen von Anlagen unterschieden werden: Speicher, kontrollierbare Erzeuger, volatile Erzeuger und Koppler. Jede dieser Obergruppen besitzt ein bestimmtes Set an Datenpunkten, die der Plattform zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Durch eine darauf aufbauende Namenskonvention in den lokalen EMS werden Anlagen nach dem Verbindungsaufbau automatisch erkannt, dem richtigen Geb\u00e4ude\/EMS und Sektor (W\u00e4rme, Strom) zugeordnet und in der Berechnung eines optimalen Betriebs ber\u00fccksichtigt. Um ein sehr breites Anwendungsfeld der Plattform zu erm\u00f6glichen, wurde bewusst darauf verzichtet, individuelle Adressen der Datenpunkte vorzugeben, da viele Hersteller eine eigene Adressstruktur einsetzen. Mit der gew\u00e4hlten L\u00f6sung reicht bereits eine Anpassung des Anzeigenamens der Datenpunkte in den EMS f\u00fcr die Anbindung an die MEMAP-Plattform aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Weitere Informationen zur MEMAP-Plattform finden Sie unter: https:\/\/memap-projekt.de\/<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das im Jahr 2017 begonnene Forschungsvorhaben MEMAP verfolgt das Ziel, eine Softwareplattform zu entwickeln, die es erm\u00f6glicht, Geb\u00e4ude im energetischen Verbund zu betreiben, d.h. in nachhaltigen Quartieren. Ein Energieverbund von Geb\u00e4uden birgt erhebliche Einsparungen in der Energieversorgung, da er eine bessere Ausnutzung von regenerativen Energien wie auch von dezentralen Energieerzeugern und Energiespeichern erm\u00f6glicht. Schlussendlich l\u00e4sst sich so eine wirtschaftlichere Energieversorgung bei geringerem CO2-Aussto\u00df erzielen.<\/p>\n","protected":false},"author":1730,"featured_media":1793,"template":"","categories":[62],"karriereblog-new-cat":[61],"class_list":["post-1769","karriereblog_new","type-karriereblog_new","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-sauter-fm-insights","karriereblog-new-cat-sauter-insights"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.1.1 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>MEMAP-Projekt schreitet voran - Sauter FM<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Forschungsprojekt: Die neu entwickelte Softwareumgebung zur Regelung der Energieversorgung von Quartieren tritt in die Testphase ein.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/unternehmen\/unternehmens-blog\/fortschritte-memap-projekt\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"fr_FR\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"MEMAP-Projekt schreitet voran\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Forschungsprojekt: Die neu entwickelte Softwareumgebung zur Regelung der Energieversorgung von Quartieren tritt in die Testphase ein.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/unternehmen\/unternehmens-blog\/fortschritte-memap-projekt\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Sauter FM\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2024-05-06T07:40:05+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/wp-content\/uploads\/sites\/32\/2022\/01\/3D-Scan_600x378.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"600\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"379\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Dur\u00e9e de lecture estim\u00e9e\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/unternehmen\/unternehmens-blog\/fortschritte-memap-projekt\/\",\"url\":\"https:\/\/www.sauter-fm.com\/unternehmen\/unternehmens-blog\/fortschritte-memap-projekt\/\",\"name\":\"MEMAP-Projekt schreitet voran - 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